Verbandsreise 2013

Rucksacktouristen aus der Schweiz

Vor der geplanten Abreise mit dem roten Reisebus des Reiseunternehmens Hirsbrunner Worb, sammelten sich die Fahrgäste pünktlich ein. Das Wetter begann zu strahlen wie auch die Verbandsmitglieder. Präsident Kurt Iseli setzte sich ans Steuer des Cars und begann uns gleich zu informieren. Der gebuchte Chauffeur war krankheitshalber ausgefallen,  Reisebusfahrer Kurt Iseli wurde angefragt zu fahren.

 

Souverän ging die Fahrt los. Der Gesprächsaustausch ging los. Sofort stellte sich heraus, dass wir ein Geburtstagskind unter uns hatten. Das Handy klingelte dauernd, Geburtstagsgrüsse von Freunden und Bekannten. In Boll bei Bern warteten bereits die nächsten Zusteiger. Ein kurzer Halt, und weiter ging es. Nicht über lang war das nicht längst vergangene Eidgenössische Schwingfest in Burgdorf das Thema. Das Gefühl von Zusammengehörigkeit , Stärke und Einklang sitzt allen tief, so bleibt schöne Erinnerung an das Fest.

 

Die nächsten Fahrgäste stiegen zu. «Gipfeli u Kafi wäre de öppe nache!», tönte es zuweilen von den Fahrgästen. Blinker rechts und der Bus hielt an: «Kafi Haut, drüviertu Schtung!» Die Reisenden stiegen aus, und bestaunten den gepflegten Gasthof zum Kreuz in Holderbank. Was es da innen alles zu sehen gab. Der Gasthof war sauber und rein, liebevoll eingerichtet, und die Wirtsleute freundlich. Gästebücher wurden interessiert durchgesehen, und festgestellt, dass in diesem Gasthof so einige Feiern stattfinden.

 

Unsere Fahrt ging weiter Richtung Basel zur Grenze. Der Reisebusfahrer begab sich mit den nötigen Papieren ins Zollhaus. Der deutsche Zollbeamte begutachtete die mitgebrachten Papiere und forderte noch mehr Genauigkeit. Iseli braucht Verstärkung. Wie Schwerverbrecher wurden wir behandelt. Es ging darum, auf den Punkt genauen fahrenden Kilometer im Deutschen Raum anzugeben und diese zu bezahlen. Sich verfahren, oder eine andere Strasse nehmen, gäbe es nicht. So beglich Kurt den geforderten Eurobetrag und die Sache war vorerst damit erledigt. Einsteigen bitte! 

 

Die Fahrt führt uns weiter über Badenweiler nach Staufen. Weitsichtige Rebbaugebiete, Felder Bäume Äcker und Wiesen, Weite, sofern das Auge reicht. Die Bauart der Häuser, die Beschaffenheit der Dörfer, Kirchen und Strassen, schlicht und einfach. In Staufen treffen wir ein. Ein idyllisches Städtchen mit Flüsschen, Park-Ale und Mittagsglockengeläute empfing uns

im Hochschwarzwald.

 

Die Schweizer, noch etwas unschlüssig wo genau hin, verschwanden nach und nach im Städtchen. Das Gewerbe im Zentrum verstummte. Mittagspause! Kaffees, Bäckerei und Wurststand blieben jedoch offen. Dort herrschte gemütlicher Betrieb. Durch das Städtchen schlendernd, begegnete man so manchem bekannten Gesicht. Erfrischend war nicht nur das Weissbier, sondern auch das offen versenkt fliessende Bächlein in den Gassen. Geschwollene Beine und Füsse wurden darin gekühlt. Das war eine Wohltat bei dem heissen Wetter in Deutschland. Seid ihr Schweizer? «Ja, hört man das, oder ihr seht uns das sicher an!» Das mitgehörte und gesehene Wortspiel der Rucksacktouristen und den «Stauffenern» war äusserst amüsant. Eben unverkennbar. Der Gesprächspartner erzählte begeistert von Interlaken, dass er voriges Jahr  im Grand Hotel Jungfrau Viktoria gearbeitet hätte. Wir trafen uns noch im Städtchen zu einer Vorstandsrunde. Sachliche Diskussion ist ein Merkmal von uns dafür, dass  wir den Fachverband und unsere Aufgabe als Vorstandsmitglieder ernst nehmen und als Ganzes konstruktiv bleiben.

 

Die Aufenthaltszeit ist im Nu vergangen, den Weg eingeschlagen an den Standort des parkierten Reisebus, begegnen wir die Vollzähligkeit der Reisegesellschaft. Das Ziel der Weiterfahrt führt uns zu einem gemeinsamen «Zvieri» oder «Znacht» in das Restaurant Fallerhof in Hausen. Positionieren für das Gruppenfoto und dann, «Bitte lächeln», sind Alle bestens gewohnt. Das Ergebnis lässt sich sehen. Die Grösse des Restaurants, das heimelige Ambiente, und wird wohl der Service klappen, machten uns neugierig. Jeder bestellte ein anderes Essen von der Speisekarte. Vielseitige feine Menus. Nach einer Dreiviertelstunde haben 67 Personen ein komplett warmes Essen in Tellerservice serviert. Fein schmeckt es. Wir waren nicht die einzigen Gäste.

 

Zufrieden und die Bäuche vollgeschlagen geht es der Heimat entgegen. Reibungslos über den Zoll, und bereits schläft der grösste Teil der Gesellschaft. Mit einer angenehmen Rückreise, fahren wieder am Besammlung Standort in Worb ein, bedanken uns bei unserem Busfahrer mit einem kräftigen Aplaus.

Autor

Sonja Trachsel


Links

Gasthof zum Kreuz, Holderbank

Restaurant Fallerhof, Hausen (DE)


Impressionen


Teilnehmende

67 KFBH-Mitglieder